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Die rote Insel Madagaskar im Indischen Ozean
Die
viertgrösste Insel der Welt ist einzigartig. In keinem Land der Welt trifft
man auf kleinem Raum auf eine so immense Vielfalt von Tieren und Pflanzen
uns so viele Regionen und spektakuläre Landschaft. Madagaskar, mit einer
Bevölkerung von ca. 16 Millionen Einwohner und einer Wachstumsrate von
ungefähr 3 %, zählt zu den 10 ärmsten Länder der Welt. Heute bekennen sich
etwa 50% der madagassischen Bevölkerung zum Christentum, wovon ungefähr 30%
Katholiken und 20% Protestanten zählen. |
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Das Antaimoro - Papier aus Madagaskar Die Ursprünge das Antaimoro-Papiers (sprich „Antaimuru) gehen weit zurück... In der Nationalbibliothek von Paris befindet sich ein arabisch-madagassisches Manuskript, geschrieben zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Dieses Schriftstück beweist, dass schon damals Araber auf Madagaskar waren. Man nimmt jedoch an, dass die erste arabische Einwanderung schon in der Zeit vom 7. bis zum 9. Jahrhundert stattgefunden habe. Die Legende berichtet, ein arabisches Segelschiff habe vor der Süd-Ost-Küste der „Grossen Insel“ Schiffbruch erlitten, dort, wo der Fluss Matitana seine Wasser in den Indischen Ozean wälzt. Der Stamm der Antaimoro -zu deutsch „Jene vom Strand“- nahm die Gestrandeten freundlich auf. Die Araber blieben bei den Antaimoros, im fruchtbaren Land am Matitana, wurden sesshaft und bildeten bald einen eigenen Volksstamm. Die gegenwärtigen „Könige“ des Distrikts von Vohipeno sind ihre direkten Nachkommen. Die höhere Zivilisation, welche die Araber aus ihrer Heimat mitgebracht hatten, verschaffte diesen bald einen grossen Einfluss auf die Eingeborenen, der noch heute anhält. Als gute Mohammedaner hatten die Araber ihren Koran bei sich. Mit der Zeit wurden Abschriften nötig, und dazu brauchte es Papier. Wie man Papier herstellt, wussten sie aus ihrer Heimat. Es galt nun, eine geeignete Pflanze zu finden. Sie fanden diese in der Wildnis, es war der Avoha-Strauch. Seine Fasern waren noch kräftiger und schöner als die des Alfa am Ufer des Nils. So gelang den Arabern auf Madagaskar die Herstellung eines ausgezeichneten Papyrus. Die Araber brachten den Antaimoros ihre Schrift bei und gewannen sie für den Islam. Noch haute gibt es im Tal des Matitana einzelne Dörfer, wo den Vorschriften der islamischen Vorfahren nachgelebt wird, wo Alkohol, Hunde und Schweine „Fady“, d.h. verboten sind (Tabu). Vor wenigen Jahren noch gab es ganz vereinzelt Handwerker, welche auf die althergebrachte Weise Papier herstellten, allerdings nur für die „Ombiasa“, für die Zauberer-Heilkünstler. Diese verwendeten die Papyri für Zauberschriften und Talismans. Die heidnischen Eingeborenen schrieben den Ombiasa ein grosses Geheimwissen zu und halten viel von ihnen.
Im Jahre 1936 unternahm es Pierre Mathieu,
das so eifersüchtig gehütete Geheimnis des Antaimoro-Papiers herauszufinden.
Dieser junge französische Pflanzer kannte den Antaimoro-Dialekt und erfreute
sich des Vertrauens der Eingeborenen, da er bei ihnen aufgewachsen war. Im
Einverständnis und in Zusammenarbeit mit den Araber-Nachkömmlingen unternahm
er die Fabrikation des Antaimoro-Papiers bedacht. So wird dieses Papier wie
ehedem ausschliesslich von Hand gemacht nach den alten Methoden von Arabien
und Ägypten. Wie zur Zeit der Pharaonen wird die traditionsgemäss
präparierte Avoha-Masse von den madagassischen Handwerkern mit dem
Holzschlegel flachgeklopft. Jedes Blatt wird auf eine Tuchunterlage gelegt,
dem Mond- und Sonnenlicht ausgesetzt und so getrocknet. Das ist der Grund,
warum dieses Papier so kräftig ist, so einzigartig und unerreicht schön. Hier ein paar Bilder ! zur Herstellung dieses einzigartigen Papiers! Die Madagassen verarbeiten aus dem gewonnen Papier, verschiedene Utensilien, wie zum Beispiel: ganze Briefpapier Set’s, Handtaschen, Fotoalben etc.
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